Newsletter 2017

Tourismus im Watt: Wattwanderungen sind nach wie vor beliebt.

Bild: Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel

NEWSLETTER      Juni 2017   am 17.07.2017

 

INHALT:  Infos zu Butjadingen / Homepage ist aktuell! / Last-Minute-Juni-Preise

 

1.) Wussten Sie …. Neubürger-Begrüßung mit ‚dit und dat’ - Informationen und  allerlei Wissenswertem  zu Butjadingen:

 

- „Schön, dass Sie sich für Butjadingen als Lebensmittelpunkt entschieden haben“, begrüßte Bürgermeisterin Ina Korter 45 Butjenter Neubürger. Robert Kowitz nutzte als Geschäftsführer von Tourismus-Service Butjadingen (TSB) die Gelegenheit, um den Gästen die Tourismus- und Freizeiteinrichtungen der Gemeinde vorzustellen. Sie erfuhren unter anderem, dass Butjadingen 6134 Einwohner, 7600 Gästebetten und 1038 Campingstellplätze, 13 Kilometer Deichlinie und 215 Kilometer beschilderte Radwege zu bieten hat. Und sie erfuhren unter anderem auch, dass es in der Gemeinde den weltweit einzigen natürlich aufbereiteten Salzwasserbadesee und den einzigen außendeichs gelegenen Naturerlebnispfad Europas gibt – nämlich die Nordsee-Lagune und den Langwarder Groden.

 

 

2.) Meine HOMEPAGE  www.nordsee-ahoi.de   ist endlich aktualisiert und (vor allem) mit dem BELEGUNGSPLAN  und  der PREISLISTE meiner drei Ferienhäuser ergänzt!

 

In der Homepage können Sie sich ab sofort ein ‚Rund-um-Bild’ von den drei Ferienhäusern und Ihrer/der Ferienregion Butjadingen machen!

 

Denn sie ist MEHR als nur eine Ferienhaus-Homepage!

 

Sie beginnt bei brandaktuellen Informationen und geht u.a. über meine B-Teil-BuchungsAnlagen (siehe unter „Buchen - bei uns?“ – dann links: ‚Gäste-Informationen’ ) zu den unendlich vielen Ferientipps und touristischen Themen (u.a. Krabbenpul-Lektion ….) zu den einzelnen Ortsinformationen und vielem mehr!

 

Viel Spaß beim ‚Blättern’!

 

Und wenn die Homepage Ihnen gefällt, dann würde ich mich über einige Zeilen freuen – Sie wissen ja: „Der Lohn des Künstlers ist (u.a.) der Beifall!“

 

Mein TIPP: Wenn Sie meine Homepage aufrufen wollen, z.B. auch unterwegs, geben Sie bei GOOGLE einfach mein inzwischen zum ‚Markenzeichen’ gewordenes NORDSEE  AHOI ein. Dann finden Sie die gleichnamige Homepage sofort!

 

 Viel Freude an den Informationen zur Butjenter Waterkant wünscht Ihnen

 

Christoph Buchwald mit Familie

 

 ANHANG:   Tourismusbericht Butjadingen 2016

sieh auch im Internet unter

http://www.butjadingen.de/fileadmin/Mediendatenbank/PDF/Flyer/Tourismusbericht_Butjadingen_2016.pdf

 

DIT und DAT – News ut Butjarland     Mai 2017

Ausflugsschiff WEGA II fährt seit April 2017 wieder! Allerdings unter neuer Flagge! Die Eignerfamilie Nießen (Herr, Frau und Sohn Nießen haben alle drei das Kapitänspatent) erlebte mit 2016 ein unbeschreibliches Katastrophenjahr. Erst erlag Anfang des Jahres 2016 Herr Nießen einer Krankheit, dann versank die „Wega II“ Ende April 2016 nach einem Werftaufenthalt im Hafen von Oldersum an der Ems. Es folgte für das Ausflugsschiff WEGA II ein Jahr voller Pleiten, Pech und Pannen. Als das Schiff Anfang Juli endlich repariert war und wieder fahren konnte, stellte sich heraus, dass es urplötzlich fast neun Tonnen zu viel Gewicht aufwies. Erklären konnte sich das niemand. Die Berufsgenossenschaft Verkehr verhängte ein Fahrverbot; seit dem 7. September lag die „Wega II“ an der Kette. Nach langen Verhandlungen hat die Berufsgenossenschaft eine neue Fahrerlaubnis erteilt, jedoch mit der Auflage, künftig nur noch 70 statt der bisherigen 125 Passagiere mitnehmen zu dürfen. Reinhild Nießen sagte seinerzeit dazu: „Das rechnet sich nicht.“ Deshalb verkaufte sie über den Winter das Schiff an die Reederei Cassen, das die WEGA II (vorerst) 2017 als Ausflugsschiff mit reduzierter Platzzahl von Fedderwardersiel aus wieder starten lässt. Eine neue Crew unter Leitung von Kapitänin Reinhild Nießen führt das Schiff.

Die traditionellen Osterveranstaltungen (Osterfeuer in fast allen Dörfern, in Burhave sogar mit Feuerwerk!) und das Maibaum-Setzen waren bei kühlem, aber gutem Wetter ein voller Erfolg. Zahlreiche Einheimische und Touristen nahmen daran teil und machten die Feiern zu einem multikulturellen Treffen.

 

Die Sturmflutsaison 2016 / 2017 ist ruhig zu Ende gegangen. Es gab in dieser Zeit ca. 16 Sturmflutwarnungen. Die Intensität war glücklicher Weise meistens jedoch nur mittelmäßig. Nur bei vier der 16 Sturmfluten überstieg das Wasser die üblichen Hochwasserpegel. Dies konnte man u.a. äußerlich daran erkennen, dass Treibselreste am Brückengeländer einer Holzbrücke am Weg des Naturschutzpfades im Langwarder Groden hingen, ebenso an den Lehnen der über den Winter aufgestellt gebliebenen Sitzbänken im Strandbad Burhave.

 

Seiner Vollendung geht der neue Deichunterhaltungsweg zwischen Fedderwardersiel und dem Langwarder Groden entgegen, der auch der Abfuhr von Treibsel dient. In den 800 Meter langen Weg investiert der Deichband 750 000 Euro. Die Bauarbeiten hatten im Juni 2016 begonnen und sollen nun Ende Mai 2017 abgeschlossen werden. Unter anderem müssen noch Hecken und Zäune gesetzt und Klei zur Angleichung aufgetragen werden.

 

Der neue Radweg zwischen Fedderwardersiel und Burhave, entlang der Sielstraße und dann parallel zur Landesstraße (Butjadinger Straße) ist nun fertig gestellt und erfreut sich bei Radlern und Wanderern großer Beliebtheit.

 

Im Scheunenpark in Burhave (hinter der Spielscheune bzw. vor dem Ortsschild Burhave

rechts, von Fedderwardersiel aus kommend) wurde eine eingezäunte Hundewiese

geschaffen. Ebenfalls neu, weil jetzt rundum mit mobilen Zaunelementen und damit deutlich

als Hundebereich erkennbar, sind die beiden Hundestrände von Burhave und       Tossens –jeweils rechts vom Badestrand – gestaltet worden. Leider ist der Hundestrandbereich in Eckwarderhörne auf Betreiben des neuen Leiters des Deichverbandes aufgelöst worden.

Die Verschönerung der Strandallee Burhave zwischen Deich und Spielscheune wurde fortgesetzt. Einmal wurde die Fischbar vergrößert und erneuert.                      Des Weiteren wurde das bisherige Haus des Gastes mit angeschlossenem Hauskomplex erneuert bzw. teilweise abgerissen. Jetzt erfreut sich die                Kurverwaltung, namens ‚Touristik-Service-Butjadinge’ (TSB ), nach ihrem             Umzug in den neuen Räumlichkeiten. Auch der Gast hat kürzere Wege und             direkteren Kontakt zu den freundlichen Angestellten der TSB, um Auskünfte, Informationen und Kartenvorverkäufe für eine Vielzahl von touristischen                Veranstaltungen und Einrichtungen (Ausflugsschiffe, Eintritte u.ä.) zu bekommen.

 

Das beliebte RestaurantNordseeblick“ ist leider immer noch geschlossen, Ende nicht absehbar. Wahrscheinlich verlangt der Eigentümer eine zu hohe Pacht (man spricht von mehreren Tausend Euro im Monat – ohne Betriebskosten!) und bekommt keinen ernsthaften Interessenten.

Alternativ hat sich das direkt am Fedderwardersieler Hafen gelegene Restaurant           „Dat Havenhuus“ gut etabliert und inzwischen auch einen guten Ruf.

Außerdem gibt es vor dem Deich (eigentlich ‚achtern Diek“!) noch das „Zur Fischerklause“ Restaurant (mit schönem Ambiente).

Gäste des Ferienparks Fedderwardersiel können ferner in wenigen Metern das („zum Sattwerden reicht’s -) Bistro „Bei Antje“ nützen.

Eine weiterhin gute Adresse sind meine bisherigen Empfehlungen „Kachelstübchen“ in Burhave und „Nordseeklause“ in Tossens – beide Gastronomie-Häuser „Wo Einheimische essen“!

 

Unser gern genütztes Fischgeschäft ‚Butjadinger Fischereigenossenschaft’ am Hafen steht auch vor einem gewissen Umbruch. Dies zeigt sich u.a. bezüglich der neuen Öffnungszeiten: ganzjährig täglich von 10 – 16 Uhr (nur noch!). Aber auch der Fischbestand in unseren Weltmeeren ist auf dem Rückzug, leider!

 

Die vielgeliebten Krabben (Granat, Nordseegarnelen) kosteten Anfang Mai das Kilo ungepult 14,- € (der Preis hatte seinen Höhepunkt schon bei 19,- € diesen Winter). Dies ist vergleichbar teuer wie im Frühjahr 2016 , was u.a. dem erneut lang anhaltenden kühlen Winter- und Frühjahrs-Wetter zu Saisonbeginn geschuldet. Zusammenfassend laut Aussage eines Fischers: Halb so viel gefangen, dafür doppelt so hoher Preis wie in einer ‚normalen’ Saison!

 

2 Notfälle im Wattenmeer

1.) Hubschrauber rettet Wattwanderer an der Nordsee

21.04.2017, 09:29 Uhr | dpa

Butjadingen (dpa/lni) - Bei einer Wattwanderung sind zwei Touristen an der Nordsee vom auflaufenden Wasser überrascht worden. Wie die Polizei am Freitag berichtete, befreite ein Rettungshubschrauber das Paar aus Ostwestfalen aus seiner misslichen Lage. "So etwas kommt gelegentlich vor", sagte ein Polizeisprecher. Der 31-jährige Mann und seine ein Jahr jüngere Begleiterin waren am Donnerstag mit ihrem Hund von Butjadingen (Landkreis Wesermarsch) aus ins Watt gegangen. Als ihnen das Wasser etwa einen Kilometer vom Strand entfernt den Weg zurück abschnitt, wählten sie den Notruf.

Nach Angaben der "Nordwest-Zeitung" rückten Feuerwehr, Polizei, Rettungsschwimmer vom DLRG sowie ein Notarzt aus. Der Hubschrauber nahm das Urlauber-Paar und seinen schwarzen Labrador schließlich mit Hilfe einer Seilwinde an Bord. Die Frau erlitt einen leichten Schock, ansonsten wurde niemand verletzt.

2.) Weiterer Rettungseinsatz im Wattenmeer            

     vor Tossens am 1.Mai

Vorfall: Tossens. So etwas hat auch der erfahrene Wattführer Matthias Schulz noch nicht erlebt: Urlaubsgäste, die im Watt vor Tossens in Lebensgefahr schwebten, wollten nicht gerettet werden. Der ADAC-Hubschrauber Christoph wurde von Sicherheitskräften vom Strand aus gerufen, um ein Paar, das weit im Watt von der einsetzenden Flut überrascht wurde, aufzunehmen. Dies wurde von dem Paar jedoch verweigert, offensichtlich in der falschen Einschätzung der gefährlichen Situation. Der hinzu gerufene ortskundige Wattführer Matthias Schulz führte die beiden Hilfsbedürftigen dann sicher durch die schon gefluteten Priele ans sichere Ufer.

Der Fall der verweigerten Rettung im Watt am Wochenende wird zurzeit stark diskutiert. Jochen Oesterle, „Wir sind da, um Sprecher der ADAC-Luftrettung stellt klar: Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten. Das ist unser Job. Das steht im Vordergrund“.

Dass schon einmal jemand die Rettung verweigert hat, daran könne sich jedoch auch der leitende Hubschrauberarzt nicht erinnern, teilt der Sprecher der Luftrettung mit.

Den Einsatz von Hubschrauber Christoph 26 im Watt vor Tossens am Wochenende wird die Rettungsmannschaft wohl als „Fehleinsatz“ verbuchen müssen, sagt Jochen Oesterle. Durchschnittlich fünf Einsätze im Watt habe die ADAC-Luftrettung pro Jahr.

Während Wattführer Matthias Schulz am Dienstag mit der Tossenser Feuerwehr diskutierte, ob man in Gefahr geratene Wattwanderer zwingen solle, sich retten zu lassen, schließt Jochen Oesterle diese Möglichkeit aus. „Wir können niemanden zwingen, weil das lebensgefährlich für alle im Hubschrauber werden könnte“, sagt er deutlich. Denn wenn die Personen anfangen im Hubschrauber zu randalieren, bringt das alle Insassen in Gefahr. „Wir haben nur die Möglichkeit, aufzuklären und gegebenenfalls auf Standby zu bleiben und wenn sich die Sache zu spitzt, erneut herbei zu eilen“, sagt Jochen Oesterle.

Ein Hubschraubereinsatz kostet einige Tausend Euro, sagt Jochen Oesterle. Die tatsächlichen Kosten hingen jedoch unter anderem von Flugzeit und Länge des Einsatzes vor Ort ab, sagt der ADAC-Sprecher weiter.

Grundsätzlich sei es nicht verboten, allein im Watt auf Entdeckungstour zu gehen, sagt er. „Ich möchte niemandem davon abraten oder es sogar verbieten. Wenn man ein paar Dinge beherzigt, ist eine Tour auch alleine ein tolles Erlebnis.“

Newsletter Mai 2017
NWZ Merle Ullrich 04.05.2017

https://www.nwzonline.de/autor/merle-ullrich

Nordenham
Redaktion Nordenham

Tel: 04731 9988 2202

 

Wattenmeer

So fällt die Wanderung nicht ins Wasser

Von Merle Ullrich

Alleine ins Watt zu gehen ist nicht verboten, sondern oft ein tolles Erlebnis. Wattwanderer sollten aber einige Hinweise beachten.

Butjadingen Wie schnell der Spaß an einer Wattwanderung vergehen kann, haben die beiden jüngsten Einsätze der Rettungskräfte im Wattenmeer gezeigt. Am 20. April mussten zwei Wattwanderer durch einen Hubschrauber mit der Winde aus dem knietiefen Wasser von einer Sandbank gerettet werden. Am vergangenen Sonntag, verweigerten zwei Wattwanderer die Rettung durch den Hubschrauber und sorgten damit für Diskussionen. Damit die Wattwanderung ein Vergnügen bleibt, gibt Wattführer Matthias Schulz hilfreiche Tipps.

Geführte Wanderung

An drei Stellen in Butjadingen werden Wattwanderungen angeboten. In Fedderwardersiel führt Heinz-Wilhelm Rohde durchs Watt. In Tossens Wilfried Münz, Ralf von Thülen für den Center Parcs Park, Simone Izadpanah (Wattführerhäuschen Wattloper) und Birgitt von Thülen. In Eckwarderhörne bietet Matthias Schulz Wanderungen an. Er hat rund 200 Führungen im Jahr und insgesamt vier bis fünf Tausend Personen.

Der Einsatz in Tossens am Wochenende

Der Fall der verweigerten Rettung im Watt am Wochenende wird zurzeit stark diskutiert. Jochen Oesterle, „Wir sind da, um Sprecher der ADAC-Luftrettung stellt klar: Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten. Das ist unser Job. Das steht im Vordergrund“.

Dass schon einmal jemand die Rettung verweigert hat, daran könne sich jedoch auch der leitende Hubschrauberarzt nicht erinnern, teilt der Sprecher der Luftrettung mit.

Den Einsatz von Hubschrauber Christoph 26 im Watt vor Tossens am Wochenende wird die Rettungsmannschaft wohl als „Fehleinsatz“ verbuchen müssen, sagt Jochen Oesterle. Durchschnittlich fünf Einsätze im Watt habe die ADAC-Luftrettung pro Jahr.

Während Wattführer Matthias Schulz am Dienstag mit der Tossenser Feuerwehr diskutierte, ob man in Gefahr geratene Wattwanderer zwingen solle, sich retten zu lassen, schließt Jochen Oesterle diese Möglichkeit aus. „Wir können niemanden zwingen, weil das lebensgefährlich für alle im Hubschrauber werden könnte“, sagt er deutlich. Denn wenn die Personen anfangen im Hubschrauber zu randalieren, bringt das alle Insassen in Gefahr. „Wir haben nur die Möglichkeit, aufzuklären und gegebenenfalls auf Standby zu bleiben und wenn sich die Sache zu spitzt, erneut herbei zu eilen“, sagt Jochen Oesterle.

Ein Hubschraubereinsatz kostet einige Tausend Euro, sagt Jochen Oesterle. Die tatsächlichen Kosten hingen jedoch unter anderem von Flugzeit und Länge des Einsatzes vor Ort ab, sagt der ADAC-Sprecher weiter.

Grundsätzlich sei es nicht verboten, allein im Watt auf Entdeckungstour zu gehen, sagt er. „Ich möchte niemandem davon abraten oder es sogar verbieten. Wenn man ein paar Dinge beherzigt, ist eine Tour auch alleine ein tolles Erlebnis.“

Es gibt aber einige Dinge zu beachten.

1.) Priele

Wattwanderer sollten niemals alleine einen Priel im Watt durchqueren. Wenn die Flut kommt, laufen diese Priele zuerst voll – und das mit Geschwindigkeiten von bis zu 15 Kilometer pro Stunde. Das sei das dreifache einer Gegenstromanlage im Schwimmbad, warnt Matthias Schulz. Durchschwimmen ist hier nahezu unmöglich.

2.)  Niedrigwasser

Eine Wattwanderung sollte niemals nach Niedrigwasser begonnen werden, warnt der erfahrene Wattführer. Niedrigwasser heiße zwar „Wasser weg“ – aber die Flut setzt sofort nach dem niedrigsten Wasserstand ein, warnt Matthias Schulz. Wer bei Niedrigwasser startet, läuft genau in die Flut hinein – der schlechteste Zeitpunkt überhaupt.

3.)  Flut

Das Wasser vor der Küste in Butjadingen steigt etwa alle 20 Minuten einen halben Meter – dort wo Wattwanderer bei Niedrigwasser stehen können, herrschen bei Hochwasser Wassertiefen um 3,80 Meter.

4.)  Seenebel

Das Wetter an der Nordsee schlägt binnen Minuten um – aus einem sonnigen Tag wird in kürzester Zeit diesiges Wetter, es entsteht Seenebel mit Sichtweiten von unter zehn Metern – man läuft im Kreis und findet nicht wieder zurück. Sobald Nebel aufzieht, sollten Wattwanderer sofort das Watt verlassen.

5.)  Gewitter

Aufziehende Gewitter kommen teilweise mit 80 Kilometern pro Stunde. Im Watt sind Wattwanderer der höchste Punkt und es besteht Lebensgefahr. Wenn Wanderer vom Gewitter „überrascht“ werden, sollten sie auf keinen Fall rennen, sondern die Füße so dicht wie möglich aneinander stellen, in die Hocke gehen und so klein wie irgendwie möglich machen. Gruppen sollten sich einzeln großflächig im Watt verteilen – nicht als Gruppe zusammenstellen, sagt Matthias Schulz.

6.)  Unterkühlung

Die Faustregel zur Unterkühlung besagt „Die Überlebenszeit ist die Wassertemperatur in Minuten“, erklärt Matthias Schulz – stürzen Wattwanderer bei kalten Temperaturen ins Wasser, sollten sie so schnell wie möglich Schutz suchen. Sind sie weit vom Ufer entfernt, sollten sie einen Notruf absetzen.

7.)  Immer abmelden!

Ein Tipp der immer wieder belächelt wird: Vor der Wattwanderung sollten sich die Wanderer bei Vermieter, im Restaurant am Strand oder wo auch immer abmelden und vereinbaren, sich zurück zu melden, wenn sie wieder da sind. Das kann im Ernstfall Leben retten.

8.)  Sonnenuntergang

Ein Sonnenuntergang im Watt ist romantisch – aber lebensgefährlich, wenn Wattwanderer zu weit draußen sind. Nach Sonnenuntergang wird es dunkel – und das schnell, warnt Matthias Schulz. Bei Dunkelheit verliert man leicht die Orientierung und das Watt ist nicht beleuchtet.

9.)  Notruf

„Mir kann nichts passieren, ich habe ein Handy dabei“, diesen Satz höre ich regelmäßig – und das ist vollkommener Unsinn“, sagt Matthias Schulz. ein schwacher Akku oder ein schlechtes Netz könne Probleme bereiten.

Wenn die Flut einsetzt und Wattwanderer bis zum Bauch im Wasser stehen, weil sie einen Priel durchqueren wollten, „ist das Handy in der Hosentasche nur noch wertloser Elektroschrott. Auch keine wasserdichten Handys – diese sind nicht salzwasserbeständig.“, warnt Matthias Schulz. Er rät: Wer vom auflaufenden Wasser eingeschlossen wird, sollte sofort den Notruf 112 wählen.

10.) Das Wichtigste: WANN soll / kann man bzgl. der zu beachtenden

Flut ins Watt?

Möglichst (immer) ZWEI Stunden VOR Niedrigwasser BIS 30 Minuten NACH Niedrigwasser, d.h. der Wattwanderer hat zweieinhalb Stunden Zeit, sich          mitten im Watt und Weltkulturerbe aufzuhalten und das Naturwunder             hautnah zu erleben.

NEWSLETTER  März 2017

 

  1. Persönlicher Rückblick 2016, Positives und Negatives

Neben den schon bekannten jährlichen Höhepunkten und Top-Veranstaltungen in der Ferienregion Butjadingen (siehe auch Punkt 2 für 2017) fielen mir persönlich eine Reihe von Ereignissen und Veränderungen auf, die ich Ihnen im ANHANG 1 präsentiere – schöne, bemerkenswerte, positive Aspekte, aber auch weniger Positives, leider, oder burschikoser ausgedrückt: Tops und Flops.

 

POSITIV / TOPS:

  • Reizendes, neues „Kulturhaus Wattenmeer“ in Langwarden

 

Mitte 2016 erfolgte die Eröffnung des neuen „Kulturhaus Wattenmeer“ in Langwarden mit nettem Cafe (sgt. selbst gebackenem Kuchen!) , kleinem Museum, Atelier-Räumlichkeiten für Künstler sowie gelegentlichen kulturellen Veranstaltungen. Damit ist aus einem über zwei Jahrzehnte leer stehenden ehemaligen Gasthaus und wohl de hässlichsten Gebäude in Langwardens eine äußerst positve und reizende Umgestaltung de Ortsmitte dieses historischen Wurtendorfes geworden.

 

  • Preis für Butjadingen als „Niedersachsens bestes     Kinderland 2016“.

 

BUTJADINGEN: Erster KinderFerienLand-Ort in Niedersachsen
Die  3000 qm große Spielscheune mit ganzjährigem Animationsangebot, tideunabhängiger Badespaß unter DLRG-Bewachung in der Nordsee-Lagune, der Friesenstrand Tossens als Deutschlands einziger Themenstrand (u.a. „Piraten“), dazu ein umfangreiches Angebot an Reisepauschalen und Familien-Ausflügen – wo gibt es das schon? Butjadingen bietet mit seiner kinderfreundlichen touristischen Infrastruktur, Veranstaltungen und kinderorientiertem Gäste-Service für Familien ein außergewöhnliches Reiseerlebnis. Seit Mai 2016 trägt die Nordsee-Halbinsel deshalb als erster Ort in Niedersachsen das von der Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH verliehene Zertifikat „KinderFerienLand“ .

 

Für den Tourismus von Butjadingen war 2016 ein gutes Jahr bzgl. Steigerungen bei den Übernachtungszahlen, den Besuchern der einzig artigen ‚Nordseelagune‘, des auf 3000 qm weiter ausgebauten Kinderspielparadieses ‚Spielscheune‘ und der Strandkorbvermietung.

Laut Kurdirektor Robert Kowitz war 2016 ein gutes Jahr für den

Tourismus in Butjadingen. In die Nordseelagune kamen 2016 insgesamt

66 000 Besucher. Das ist das beste Ergebnis seit der Eröffnung des

weltweit einzig artigen Badegewässers. Die Spielscheune wurde von

90 000 Gästen aufgesucht, was den besten Wert der vergangenen zehn

Jahre darstellt. Bei der Strandkorbvermietung gab es ein Umsatzplus von 15 Prozent . Die Zahl der Übernachtungen in der Zeit von Januar bis Ende November ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent gestiegen, was einem Plus von 53 000 Übernachtungen entspricht. Noch sind die Zahlen für den Dezember nicht ausgewertet. Doch wir gehen davon aus, dass wir im vergangenen Jahr die Grenze von 1,2 Millionen Übernachtungen überschritten haben.

  • Sichtbare Entwicklungen im UNESCO Weltkulturerbe Niedersächsisches Wattenmeer im Butjenter Raum, hier besonders der wachsenden Veränderungen in den Salzwiesen des Naturparadieses ‚Langwarder Groden’ und des dortigen Naturlehrpfades („Man sieht die Natur wachsen“)

  • Übernahme des idyllisch direkt am Hafen liegenden sehr schönen Restaurants und Cafes „Havenhuus“ durch den Eigentümer des Burhaver „Kachelstübchen“ . Eigener, sgt. Koch. Auch ‚Kachelstübchen“ gastronomisch bekannt für seine gute Küche, speziell, wenn er selbst kocht bzw. seit ein neuer Koch ab Dez. 2016 mit in der Küche wirkt)

  • Weitere Ausgestaltung der Strandbäder für Eltern mit kleinen Kindern

  • Im Nachbarort Abbehausen (gehört zur Gemeinde Nordenham) ist die erste Brauerei Butjadingens der Neuzeit mit eigenem, sehr schmackhaftem Bier entstanden. Diese als Anbau zum Restaurant/Hotel „Butjadinger Tor“. Integriert ist eine große Brauhausgaststätte mit empfehlenswertem Essen (besonders im Restaurant „Butjadinger Tor“)

 

- „Dat Havenhuus“ (sehr schönes Cafe-/Restaurant direkt am Hafen Fedderwardersiel) seit April 2016 unter neuem Besitzer und „Kachelstübchen“-Eigentümer Ralph Krümpelmann; seit Spätherbst mit neuem, sehr guten Koch!

 

- Die Kur & Touristik investierte in 2016 ca. 30.000 € für Gäste mit HUND, dies innerhalb der drei Hundestrände- bzw. Abschnitte (jeweils rechts) der Hundestrände sowie an der „Scheunenwiese“ hinter der „Spielscheune“ Burhave.

  • Ein neuer Fahrradweg entsteht entlang der Sielstraße zur Butjadinger . Damit können zukünftig Touristen und Einheimische per Fahrrad von Fedderwardersiel aus Burhave erreichen.

  • Durch die Ansiedlung der BeeKite-Surfschule werden immer mehr Wassersportler beim Begriff „Butjadingen“ hellhörig, denn die vielseitigen Wassersport-Möglichkeiten werden dadurch erweitert.

KREISZEITUNG WESERMARSCH 03. Januar 2017

 

Das Interview:

Kurdirektor Robert Kowitz zieht Bilanz und blickt nach vorn

 

Für den Tourismus war es definitiv

ein gutes Jahr“

 

BUTJADINGEN. Die Kurgesellschaft Tourismus- Service Butjadingen (TSB) hat sich für dieses Jahr einiges vorgenommen. In Tossens soll ein Babystrand entstehen, entlang der Radwege will sie die Rasthütten instand setzen. Was sie sonst noch so vorhat und wie das vergangene Jahr aus Sicht der Touristiker

verlaufen ist, erläutert Kurdirektor

Robert Kowitz im Interview mit Redakteur Timo Kühnemuth.

 

Herr Kowitz, war 2016 ein gutes Jahr für den Tourismus in Butjadingen?

 

Es war definitiv ein gutes Jahr.

In der Nordseelagune hatten wir 2016 insgesamt 66 000 Besucher.

Das ist das beste Ergebnis seit der Eröffnung des Badegewässers.

Die Spielscheune wurde von 90 000 Gästen aufgesucht,

was den besten Wert der vergangenen zehn Jahre darstellt.

Bei der Strandkorbvermietung haben wir ein Umsatzplus von 15 Prozent verzeichnen

können.

Die Zahl der Übernachtungen in der Zeit von Januar bis Ende November

ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent gestiegen,

was einem Plus von 53 000 Übernachtungen entspricht. Noch sind die

Zahlen für den Dezember nicht ausgewertet. Doch wir gehen davon aus,

dass wir im vergangenen Jahr die Grenze von 1,2 Millionen

Übernachtungen überschritten haben.

 

Wie kommt es zu dieser aus Gemeinde-Sicht positiven Entwicklung?

 

Ein Grund ist sicherlich, dass wir gemäß des Tourismus-Konzeptes ein klares Ziel vor Augen haben. Bis 2018 wollen wir das Ziel von 1,4 Millionen Übernachtungen im Jahr erreicht haben. Darauf ist alles ausgerichtet.

Zudem ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, die Auslastung außerhalb der Saison zu verbessern.

 

Wie sind die Aussichten für 2017?

 

Positiv. Es gab im vergangenen Jahr schon frühzeitig Anfragen von Menschen, die im kommenden Sommer in Butjadingen ihren Urlaub verbringen möchten. Früher war es üblich, dass sich das Gros der Gäste erst zum Jahreswechsel bei uns gemeldet hat, in diesem Jahr war es schon im September und Oktober der Fall.

Ferner wird uns in die Karten spielen, dass Ostern in diesem Jahr relativ spät liegt – also nicht im März, wie es im vergangenen Jahr der Fall war, sondern erst im April. Auch dadurch versprechen wir uns einen Schub.

Davon unabhängig lässt sich beobachten, dass der Deutschland-Tourismus nach wie vor boomt. Gerade Familien mit kleinen Kindern ist es wichtig, ihren Urlaub in Gegenden zu

verbringen, die als sicher gelten.

Und damit schließt sich der Kreis: Weil die Nachfrage derzeit so hoch ist, wird schon

frühzeitig gebucht, um sicher zu gehen, dass man auch ein Urlaubsquartier bekommt.

 

Was sind in diesem Jahr die Veranstaltungshöhepunkte?

Kommt etwas Neues hinzu?

 

Es wird zwei Höhepunkte geben:

Nach der Premiere im Jahr 2015 wird es auch 2017 wieder die Pferdesport-Veranstaltung „Butjadingen Galopp“ geben. Die Kurgesellschaft organisiert sie in Zusammenarbeit mit dem Reiterverein in Stollhamm.

Hinzu kommt, dass es wie im Vorjahr die Kids Watt Academy am Friesenstrand in Tossens geben wird. Sie wird im Zusammenspiel mit Center Parcs und dem Bürgerverein Tossens auf die Beine gestellt.

Ergänzend dazu wird es bewährte Veranstaltungen wie das Zirkus- und Drachenfest, die Krabbenkutter-Regatta, Lagune in Flammen, den Kulinarischen Herbst sowie zum Jahreswechsel die Dinner-for-One-Aufführungen und das Neujahrsschwimmen geben.

 

Das Tourismuskonzept wird laufend überprüft und fortgeschrieben.

Was steht in diesem Jahr auf der Agenda?

 

Es sind diverse Maßnahmen geplant.

Unter anderem werden wir in Tossens einen Babystrand einrichten. Das Konzept, das dahinter steckt, werden wir in dieser Woche noch ausführlich vorstellen.

Im Scheunenpark in Burhave wird eine eingezäunte Hundewiese geschaffen.

Außerdem werden wir unsere neue Internetseite präsentieren und uns die Rasthütten entlang der touristisch relevanten Radwege anschauen und gegebenenfalls instand setzen. In einigen Fällen werden wir alte Hütten durch neue ersetzen.

Zudem wird die Verschönerung der Strandallee zwischen Deich und Spielscheune fortgesetzt.

Die Fischbar haben wir ja bereits erneuert.

Jetzt steht unter anderem der Umzug der TSB in die neuen Räumlichkeiten an.

 

Sie haben bereits erwähnt, dass sich die Gemeinde ein ehrgeiziges Ziel gesetzt hat. Bis 2018 will sie das Ziel von 1,4 Millionen Übernachtungen erreicht haben.

Wie sieht es aus: Wird man es erreichen?

 

Von 2010 bis 2015 ist es gelungen, die Zahl der Übernachtungen um knapp 25 Prozent zu

steigern. So gesehen sind die angestrebten 1,4 Millionen Übernachtungen ein ehrgeiziges,

aber durchaus erreichbares Ziel.